Ich habe ein wirklich gutes Argument gegen endlose Mulitband-Zyklen gelesen; es heißt "Das Reich des dunklen Herrschers" von Terry Goodkind. Ich habe diesen Zyklus jetzt schon einige Jahre nicht angefaßt. Den ersten englischen Band fand ich wirklich beeindruckend und mitreißend. Aber spätestens mit der "Entdeckung" der Alten Welt beginnt Herr Goodkind doch zu sehr damit ein und den selben Plot zu Tode zu schreiben.
Mit dem o.g. Band scheint mir jetzt der Tiefpunkt erreicht. Neben der schon gewohnten extremen Brutalität, den Superbösen die alle nur Kahlan bimsen wollen kommen seitenlange Exegesen von Richard Rahl über Freiheit und Demokratie. Wohlgemerkt: das wird nicht in der Handlung gezeigt, sondern Herr Rahl steht da und erzählt es seinen Schäfchen...
Und was der Autor so unter Demokratie versteht und seinem Helden auch so ähnlich in den Mund legt kann man zB in einem kürzliche geführten Interview nachlesen. Hier ein Zitat:
"Democracy in and of itself is not necessarily good. Gang rape, after all, is democracy in action. All men have the right to live their own life."
Man kann von Demokratie ja halten was man will, aber das es sich dabei um eine Regierungsform handelt, sollte sich doch schon herum gesprochen haben.
Nun gut, wenn ich mich recht entsinne hat er einen früheren Roman auch schon den amerikanischen Geheimdiensten als Vorkämpfern für die Freiheit gewidmet... Da kann ich nur noch zum Bücherschrank schleichen und traurig noch einmal "Das erste Gesetz der Magie" lesen.



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