Teufelsherz

Buch: Teufelsherz
"Doch mit einem Mal kehrte das Licht zurück und Emily traute ihren Augen nicht. Sie befand sich auf einer schier endlosen Wiese mit Tausenden von Gänseblümchen, die ihre kleinen weißen Köpfe aus dem Grün steckten. Da war ein einzelner Baum, der mit seinen weit verzweigten Ästen wie ein Urzeitmonster aussah. .... "
Taschenbuch, 352 Seiten; erschienen November 2012 im Bastei Lübbe ; 8,99 Euro

Worum es geht

Damien ist der Sohn des Teufels und er möchte ein Schutzengel werden. Er wendet sich mit diesem Vorhaben an Gott, seinen Onkel.
Trotz einiger Bedenken erhält er eine Chance, und während einer Probezeit wird ihm die 17 jährige Emily anvertraut. Und er muss sie bald vor Gefahren schützen, um sie zu warnen trifft er sie im Traum, obwohl dies eigentlich verboten ist. Und Emily ist fasziniert von dem gutaussehenden Schutzengel, ahnt jedoch nichts von seinen eigentlichen Plänen.
Sie ist eigentlich ein normales junges Mädchen das in einer harmonischen Familie lebt und einen sehr guten Freund hat. Allerdings überschattet ein Unfall ihre Welt bei dem sie vor kurzem ihre beste Freundin verloren hat und selbst in Lebensgefahr geraten war.

Der Fantasybote meint

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Das Setting von Teufelsherz ist etwas gewagt, aber wenn man den Ansatz erstmal angenommen hat entwickelt sich eine witzige und romantische Geschichte. Damien schießt anfangs etwas über das Ziel, Emily zu beschützen hinaus und sorgt z.B. für Selbstverteidigungs-Kurse an der Schule. Dies wiederum nervt Emily, doch andererseits ist sie seltsam fasziniert.
Emily ist sympatisch beschrieben, man kann sich gut mit ihr identifizieren. Sie muss sich neben der Verarbeitung des Verlustes ihrer Freundin mit den für ihr Alter typischen Problemen auseinandersetzten. Das eigene Auftreten in der Schule, Liebeskummer und das Verhältnis zu anderen Mädchen und zu ihrem guten Freund Will. Die Nebenfiguren, besonders Annie und Will, sind ebenfalls lebendig beschrieben und es macht Spaß, ihre Entwicklung zu verfolgen.
Der Antagonist ist der Teufel, der ja per Definitionem böse ist. Trotzdem gefielen mir sowohl Gott als auch der Teufel, die beide jedoch nur einen kurzen Auftritt haben.
Die Sprache passt gut zur Geschichte, die sich an eine jugendliche Leserschaft wendet.
An einigen Stellen fand ich die Liebesgeschichte etwas holperig, also die Motivation von Emily sich waghalsig in die Hölle zu begeben, um Damien zu retten etc. blieb zumindest mir etwas unklar.
Das Cover ist ansprechend gestaltet, wirkt auf den ersten Blick etwas kitschig, aber das passt wiederum gut zum träumerischen Element der Geschichte.
Das Buch ist wohl als Auftakt für eine Triologie geplant, es wird sicher noch spannend zu lesen, wie die Geschichte um Damien, Emily und ihre Freunde weitergeht.

Fazit:

Spannende Lektüre über eine überirdische Liebe für junge Leserinnen.