Im Mond des Styx

Buch: Im Mond des Styx
"Der Nachmittag schritt voran, das Steinland wurde zerklüfteter. Rinnen im Boden zwangen Gontas zu Umwegen, die er nicht gehen wollte. Erschöpft hielt er inne und sah sich um. Die Sonne sank. Die letzten Strahlen warfen verzerrte Schatten über das Land , und es war lange her, dass er das letzte verdorrte Grün geesehen hatte. "
Taschenbuch, 592 Seiten; erschienen Mai 2012 im Bastei Lübbe ; 15,- Euro

Worum es geht

Vor vielen Jahrhunderten gab es der Legende nach die letzte große Schlacht gegen die Dämonen, der Kampf fand erst ein Ende als der Anführer der Dämonen getötet wurde. Seit dieser Zeit leuchtet der Mond des Styx am Himmel. Seit einiger Zeit färbt sich dieser blutrot, ein düsteres Vorzeichen für ein neues Zeitalter der Dämonen?

Der Krieger und Anführer Gontas nimmt nach den letzten Kriegsgemetzeln ein Mädchen auf, das alleine durch die Wüste irrt. Er nennt es Halime. Halime spricht nicht und scheint etwas verwirrt. Dennoch wirkt sie auf ihn faszinierend und nachdem sie von den Schergen des Söldnerführers Tarukan entführt wird, folgt Gontas ihr. Seine Verfolgungsjagd führt ihn an bislang unbekannte Orte zu Völkern die er nicht kannte und durch ungeahnte Gefahren und Gemetzel.
Bald schließen sich ihm die Weggefährten Mart und die einhändige Tori an. Zusammen greifen sie die Kriegsherren und deren finstere Zauberer an, doch der Kampf hat eine viel weitere Dimension, als Gontas von seinen Kriegszügen gewohnt ist. Und die Rolle, die Halime spielt bleibt lange unklar...

Der Fantasybote meint

Buch kaufen bei:  

Im Mond des Styx fällt in den Bereich der Heroic Fantasy, der Held zieht aus um das Böse zu besiegen, findet Weggefährten und muss sich zuletzt einer ungeahnten Kraft stellen. Auffällig sind die vielen detailliert beschriebenen Gemetzel und Folterungen, die auf mich als eher zartbesaiteten Leser recht abschreckend wirkten. Zumal sie für den Verlauf der Handlung nicht alle wichtig waren. So hatte ich Mühe, dass Buch durchzulesen und habe es dann ab der Hälfte nur noch quergelesen. Immerhin ist es vom Schreibstil her sehr gut geschrieben und liest sich flüssig. Auch die beschriebenen Landschaften und Umgebungen kann sich der Leser gut vorstellen.

Insgesamt war der Plot recht vorhersehbar, die Charaktere blieben eher flach und ich habe mich nicht besonders mit ihnen identifizieren können. Was ganz gut ist, denn einige von ihnen bleiben bei den vielen Kämpfen auf der Strecke. Wer auf düstere Fantasy mit viel Gemetzel steht, kommt hier auf seine Kosten, wer eher zartbesaitet ist, sucht sich besser eine andere Lektüre.

Fazit:

Actionreicher und düsterer Fantasyroman mit viel Gemetzel.