Die Räder der Welt

Buch: Die Räder der Welt
"Am sechsten Tag flog die Bassett über eine Stadt mit gigantischen Kais aus Stein. Kleine Häuser aus Holz und Blättern standen auf großen Blöcken, die wie Stufen geschnitten waren. Das Luftschiff befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa tausend Meter über dem Wasser. Hethor sah, wie kleine Gestalten unter ihnen ausschwärmten, umgeben von Sprenkeln, die Hethor schließlich als unzählige Steine identifiziertem, die nach ihnen geworfen wurden. "
Taschenbuch, 362 Seiten; erschienen März 2012 im Bastei Lübbe ; 12,99 Euro

Worum es geht

Der Junge Hethor lebt als Lehrling der Uhrmacherkunst in New Haven bei seinem Meister Bodean. Eines Abends erscheint ihm der Erzengel Gabriel und gibt ihm den Auftrag, den Schlüssel der ewigen Bedrohung zu finden mit dem die Welt gerettet werden kann. Denn die Erde selbst wird von einer Art Uhrwerk betrieben, das neu aufgezogen werden muss, ansonsten verschwindet mit ihrem Stillstand alles Leben. Hethor sucht tapfer nach einem Weg seinen Auftrag zu erfüllen. Zunächst nicht ernst genommen und betrogen, kommt er Hilfe einiger Zufälle sowie mit der Unterstützung hilfreicher Menschen auf seinen Weg. Er stellt dabei fest, dass er einigen Menschen nicht trauen kann, dass diese ihre ganz eigenen Ziele verfolgen und ihnen dabei jedes Mittel recht ist.

Der Fantasybote meint

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Die Geschichte wird aus Hethors Sicht beschrieben, der Leser bleibt die ganze Zeit an seiner Seite. Es tauchen interessante Nebencharaktere auf, wie die Bibliothekarin Childress oder Malgus, diese haben jedoch meist nur kurze Auftritte und Hethor bleibt stets im Mittelpunkt. Über einige dieser Nebenfiguren hätte ich gerne mehr gelesen. Hethor muss im Verlauf seiner Reise einige seiner eigenen und gesellschaftlichen Dogmen verwerfen, um sein Ziel erreichen zu können.
Die Sprache passt gut zu der Geschichte und zu dem mechanischen Weltbild in dem sich Hathor bewegt und liest sich gut.
Mir hat der Weltentwurf gut gefallen, auch wenn einige Punkte eventuell etwas zu detailliert beschrieben waren und er blieb für mich auch soweit schlüssig. Das Buch ist spannend geschrieben und liest sich schnell durch, man möchte wissen, ob und wie Hethor seine Aufgabe meistert. Streckenweise bleiben die
Das Ende passte dann zwar schon insgesamt aber wirklich verstanden habe ich die Einzelheiten wohl nicht und sie waren für den Abschluss auch nicht wirklich wichtig.
Ein zweiter Band ist angekündigt, es ist zu hoffen, dass Jay Lake die durchaus lesenswerten Ansätze beibehält und ausbaut und ansonsten die Schwächen des ersten Bandes überwindet.

Fazit:

Ein Lesevergnügen für eher jugendliche Leser, die in einem Fantasy-Roman nicht nur Elfen und Zwerge erwarten.