Sturmwelten

Buch: Sturmwelten
Die Sturmwelten-Trilogie , Band 1
"Nichts aber", unterbrach ihn Rahel rüde. "Ich kann den Lockruf der See schon hören, kann sehen wie er seine Wiederhaken in deine Seele geschlagen hat. Das Meer ist deine Bestimmung, Jaquento. Und das ist gut so, denn hier gibt es nichts anderes"
Taschenbuch, 720 Seiten; erschienen März 2008 im Heyne Verlag ; 13,00 Euro

Worum es geht

Sturmwelten, der neue Roman von Christoph Hardebusch, spielt in einer Welt, die an die Südsee erinnert. Schauplätze sind eine Sklaveninsel, verschiedene Schiffe sowie die vergleichsweise geordnete Welt in der Stadt Cabany in der sich der Poet Franigo aufhält.

Die fünf Hauptpersonen, aus deren Perspektive erzählt wird, sind so verschieden wie auf ihre ganz spezielle Weise sympatisch. Da wären neben dem Poeten Franigo die Offizierin Roxanne, die gleich bei ihrer ersten Fahrt auf der Mantikor in Situationen gerät in denen sie vor schwierige Entscheidungen gestellt wird.
Auf die Insel Hequia gerät der junge Pareo Majagua als Sklave. Er will sich mit diesem Schicksal nicht abfinden wenngleich die Situation aussichtslos erscheint. Sinao ist schon längere Zeit als Sklavin auf der Insel und hält Majagua zunächst nur für einen 'Schafsjungen', der in nicht allzuferner Zeit am Galgen enden wird - zu oft hat sie ähnliche Jungen auf diese Weise enden sehen. Und als fünfter Charakter schlägt sich Jaquento durch, der aus zunächst unbekannten Gründen bei der See gelandet ist und dort gegen seinen Willen auf einem Schiff in See sticht.

Es dauert nicht lange bis er merkt, dass er auf einem Freibeuter-Schiff gelandet ist. Mit seiner tempramentvollen Art schafft er sich schnell Freunde und Feinde. Einige, aber nicht alle der Personen treffen sich im Laufe des Buches, bis es gegen Ende zu einem beeindruckenden Höhepunkt kommt.

Der Fantasybote meint

Buch kaufen bei:  

Die Geschichte beginnt etwas schleppend, mein erster Eindruck war eher mittelmäßig, sodass das Buch auch eine Weile liegen blieb. Als ich es dann wieder zur Hand nahm, revidierte sich dieser Einschätzung und ich war mehr und mehr gefesselt. Die Hauptcharaktere sind alle sehr menschlich, glaubwürdig und auf ihre Weise sympatisch beschrieben und bieten gute Identifikationsmöglichkeiten. Auch die Nebenpersonen sind gut gelungen, einige von ihnen bleiben lange im Gedächtnis.

Der Geschichte gewinnt im Verlauf zunehmend an Tempo und Spannung und nimmt an einigen Stellen einen überraschenden Verlauf. Die verwendete Sprache liest sich gut und passt zu den Geschichten. In der Sturmwelt gibt es wenig 'klassische' Fantasy-Elemente, es gibt zwar Magier, "Maestros" und eine Form von Magie, aber in diesem ersten Teil taucht davon wenig auf und es wird auch sehr wenig darüber bekannt. Durch die häufigen Wechsel zwischen den Charakteren wird der Lesefluss immer wieder kurz unterbrochen. Dennoch war das Buch sehr fesselnd und ich warte ungeduldig auf den Folgeband in dem die Geschichte weitererzählt wird. Sturmwelten - unter schwarzen Segeln erscheint im Frühjahr 2009.

Fazit:

Spannender Auftakt zu einer Fantasy-Triologie mit interessanten Charakteren und karibischem Flair.