Sturmwelten - Unter schwarzen Segeln
Die Sturmwelten-Trilogie
,
Band 2
Taschenbuch,
528 Seiten;
erschienen März 2009 im
Heyne Verlag
; 13 Euro
Worum es gehtDer zweite Roman von Christoph Hardebuschs "Sturmwelten"-Reihe schließt nahtlos an den ersten Teil an. Nachdem es Roxane nicht gelungen ist die geheimnisvolle Schwarzbrunn-Fregatte aufzubringen wird sie auf der Mantikor in Schimpf und Schande nach Thayn zurück geschickt. Ebenfalls an Bord ist der Freibeuter Jaquento. Trotzdem er Roxane geholfen hat, erwartet ihn in Thayn der Tod durch den Strang. Das geheimnissvolle Schwarzbrunn-Schiff ist währenddessen in die gleiche Richtung unterwegs, begleitet von der "Todsünde". An Bord sind der verräterische Piratenkapitän Deguay und die geheimnissvolle Maestra (Magierin) Tareisa. Bei den Hiscadi wird der Dichter Franigo - eher zufällig - in eine Revolte verwickelt, bleibt sich jedoch in allen Situationen treu. Sein Handlungsfaden kreuzt sich im Laufe des Buchen mit einigen anderen Hauptpersonen und bringt so etwas mehr Zusammenhalt in die Geschichte. Sinao, die von der Sklaveninsel Hequia entkommen ist bleibt in der Sturmwelt und versucht ihr neu entdecktes magisches Talent zu beherrschen. Hier ist auch der Admiral a.D. Thyrane unterwegs, der von der thayn'schen Krone entsandt wird um um die Geschäfte der Compagnie sowie die Herkunft der geheimnisvollen Schwarzbrunn-Fregatte unter die Lupe zu nehmen. Der Fantasybote meint"Unter schwarzen Segeln" ist eine eine spannende Abenteuergeschichte, soverän und auf handwerklich hohem Niveau erzählt. Christoph Hardebusch webt einen dichten Handlungsteppich. Stets passiert etwas und der der Point of View wechselt häufig. Das ist sehr spannend, aber es bleibt den Charakteren wenig Zeit inne zu halten und über das Geschehene nachzudenken. So gelangen wir nie richtig "tief" in ihre Köpfe und Herzen hinein. Die Helden stehen nie still, man hat den Eindruck, sie stürmen von einem Ereignis zum nächsten, was den einzelnen Erlebnisse aufgrund der schieren Menge manchmal Bedeutsamkeit nimmt. Die Maestra Tareisa wird zum Point of View-Charakter, ebenso taucht Admiral Thyrane als neue Hauptfiguren auf. Der Admiral bringt eine erfrischende neue Persönlichkeit in die Geschichte ein und zeigt, das selbst in der Admiralität manche Thain das Herz am rechten Fleck haben. Leider greift Christoph Hardebuschs einmal auf den Kunstgriff des "vorgetäuschten Todes" zurück - das ist etwas, das ich persönlich nicht mehr lesen mag. Zum Schluss des Buches taucht auch noch eine weitere Fraktion auf und greift entscheidend in die Handlung ein, was für meinen Geschmack zu abrupt geschieht. Nachdem ich nach all den spannenden Abenteuern wieder zu Atem gekommen bin, habe ich mich doch gefragt, in wieweit denn die Haupthandlung voran gekommen ist und stellte fest: nicht besonders weit. Ich möchte hier das Lesevergnügen nicht verderben, daher sage ich nur so viel das der MacGuffin des ersten Bandes uns auch im zweiten stets vor die Nase gehalten wird (die Fracht der Schwarzbrunn-Fregatte) ohne das wir einen Jota mehr darüber erfahren worum es sich dabei wirklich handelt. Dafür, das es sich um den eigentlichen Motor der Handlung handelt hätten die Leser im zweiten Band ein etwas mehr erfahren sollen. Ähnlich verhält es sich mit der Vigoris und den Caserdote. Dennoch ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre, die auch im internationalen Vergleich gut besteht. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und hoffe, dass dort die Handlung vorangetrieben wird und wir endlich mehr über das gesuchte Icon erfahren! |
Bewertung![]() Autor: Christoph Hardebusch Die Sturmwelten-Trilogie |