"Er zog sein Kurzschwert und teilte damit das hohe Gras in der Nähe eines verrotteten Baums. In Molunahs Silberlicht wurde ein Fußabdruck sichtbar, der etwas schmaler und kleiner als der eines Menschen war. Ein ungeübter Beobachter hätte die Fährte wohl für die Hinterlassenschaft eines Gnoms halten können, wären da nicht die Vertiefungen gewesen, weilche die überlangen Fußnägel im Erdreich hinterlassen hatten...
"
Hardcover,
480 Seiten;
erschienen August 2008 im
Ravensburger Buchverlag
; 16,95 Euro
Worum es geht
Der junge Knappe Fabio wird zusammen mit seinem Herrn Ludovico ausgesandt, um der jungen Adligen Celeste de Vontafei Geleitschutz zu geben auf ihrer Reise zum Orden der Sternenmystikerinnen. Schon auf dem Weg zum Gut treffen sie auf Schwierigkeiten, denen Fabio sich mutig stellt.
Nachdem das Gut der de Vontafeis von Goblins angegriffen wird, gelingt einzig Fabio und Celeste die Flucht aus dem Anwesen. Sie schließen sich mit einer Gnomenfamilie zusammen und begeben sich auf den Weg nach Venezia. Dort will Celeste den Sternenmystikerinnen beitreten und Fabio sich an den Orden der Paladine um Hilfe wenden.
Auf der Homepage des Autors findet ihr eine
Leseprobe
Der Fantasybote meint
Das Buch ist sehr hübsch gestaltet, die gebundene Ausgabe liegt gut in der Hand und auf dem Innenumschlag ist eine übersichtliche Karte.
Die Geschichte beginnt recht ruhig, aber dann überschlagen sich die Ereignisse und die Helden stolpern von einem Abenteuer in das nächste.
Wir begleiten Fabio bei einer klassischen Queste, bei der sich eine Gruppe unterschiedlicher Charaktere zusammenfindet, um eine Mission zu erfüllen - und die Welt zu retten. Dennoch wird die Geschichte sehr charmant erzählt und enthält einige überraschende Elemente und Wendungen.
Der junge Paladin Fabio ist der Held der Geschichte, der eventuell an einige Stellen etwas sehr naiv agiert, aber auch sehr menschlich beschrieben ist und auf seiner Reise einen Reifungsprozess durchläuft.
Die Nebencharaktere sind sehr anschaulich beschrieben, sodass sie einem schnell ans Herz wachsen, wie beispielsweise Sylvana oder die Gnomenfamilie.
Sprachlich stieß ich mich an einigen Stellen an den oft verwendeten förmlichen Anreden, das ein oder anderen "Hochwohlgeboren" oder "Meister" wirkte in der beschriebenen Situation gestelzt.
Die Welt Astaria ist an ein alternatives Europa angelehnt, die Ortsnamen sind etwas verändert, aber man kann die "echten" Namen darin erkennen und hat dadurch schon einige Anhaltspunkte, wie es in den jeweiligen Orten etwa aussieht. Astaria und sein mystisch-religiöser Hintergrund wirken gut ausgearbeitet und durchdacht.
Der letzte Paladin richtet sich eher an Jugendliche, der Verlag empfiehlt es ab 12-13 Jahren, für jüngere Leser sind einige Szenen wahrscheinlich zu blutig geschildert, denn Fabio und seine Gefährten haben diverse Kämpfe zu bestehen.
Ich habe das Buch gerne gelesen, hatte anfangs auch keine Probleme, es zwischendurch wegzulegen - das änderte sich jedoch, als die Geschichte zum Ende hin zunehmend spanndender wurde, da war es dann schnell ausgelesen. Glücklicherweise sind die beiden Folgebände schon erschienen, in denen die Geschichte fortgeführt wird.
Fazit:
Der Beginn einer spannenden Fantasy-Triologie für junge Leser.