Mit "Das Erbe der Runen" legt die Erfolgsautorin Monika Felten ihre zweiten Fantasy-Serie vor. Der Zyklus besteht aus drei Bänden, die Edition der Gebundenen Ausgabe wurde mit "Die Schattenweberin" im September 2006 abgeschlossen; im Taschenbuch sind bisher Band 1 und 2 erschienen.
Der Zyklus wird vom Verlag mit außergewöhnlichem Engagement unterstützt. Den ersten beiden Bänden der Hardcover-Ausgabe lag ein eigens für die Geschichte produzierter Soundtrack als Audio-CD bei. Bei Ravensburger wurden mehrere Puzzles mit Motiven der Serie aufgelegt und Osanna Vaughn, die schon die Liedtexte für den Soundtrack beigesteuert hat, schreibt einen Spin-off, "Die Falkensaga", die ebenfalls von Piper im Hardcover verlegt wird.
Die aufwändig gestaltete Webseite www.daserbederrunen.de bietet Informationen und weiterführende Links zum Gesamtprojekt.
Schauplatz der Handlung ist das Land Nymath, deren menschliche Einwohner vor 600 Jahren aus dem Reich Andaurien geflohen sind. Dort stritt das Herrschergeschlecht der Onur mit seinen Verbündeten gegen die Anhänger des Dunklen Gottes. Der Krieg ging verloren und die Überlebenden flohen verzweifelt in die große Wüste. Von den Nomadischen Fath geführt gelangten sie schließlich auf die fruchtbare Halbinsel Nymath. Deren Ureinwohner, die menschenähnlichen Uzoma, gestatteten den Flüchtlingen sich an der Küste anzusiedeln.
Die Lebensweise der Stämme unterscheidet sich sehr. Die ehrgeizigen Raiden können eine tiefe empathische Bindung zu ihren Falken eingehen, das Reitervolk der Katauren lebt auf verstreuten Gehöften in den ländlichen Gebieten. In den Sümpfen siedeln die Wunand, kämpferische Amazonen, die von den Frauen regiert werden. Ihre wenigen Männer kümmern sich um die häuslichen Belange. Den Onur, dem Stamm der alten Könige Andauriens, geht nichts über Ehre, Familie und ihr Schwert.
Als von einem großen Sturm einige verirrte Elbenschiffe an die Küste getrieben wurden nahmen die Menschen sie freundlich auf und beide Völker wurden Verbündete.
Zunehmende Spannungen mit den Uzoma führten schließlich zum offenen Krieg. Gemeinsam vertrieben Menschen und Elben die Ureinwohner in die karge Steppe nördlich des Gebirges. Hier, an den Ufern des Arnand, erschuf die Elbenpriesterin Gaelithil mit Hilfe ihrer Runenmagie eine unüberwindliche magische Nebelwand. Seitdem leben die Uzoma als Vertriebene mit dem Wunsch nach Rache und Heimkehr im Herzen.
Die Nebel müssen in jeder Generation von einer weiblichen Nachfahrin Gaelithils erneuert werden. Der Schlüssel dazu, ihr Runenamulett, wird in unserer Welt aufbewahrt. Die Handlung der Triologie setzt ein als die Reihe der Nebelsängerinnen unterbrochen wurde. Der Nebel ist gefallen und die letzten Bollwerke von Menschen und Elfen wanken unter den grimmigen, von dunkler Magie getragenen Angriffen der Uzoma.


